Aaron Copland, Philip Glass, Leonard Bernstein
6. Philharmonisches Konzert
Solisten: Raschèr Saxophone Quartet, Oliver Triendl (Klavier) | Dirigent: Michael Francis
Sonntag | 18. März 2012 | 11 Uhr | Kieler Schloss
Montag | 19. März 2012 | 20 Uhr | Kieler Schloss
Aaron Copland (1900-1990): Appalachian Spring
Philip Glass (*1937): Konzert für Saxophon-Quartett und Orchester
Leonard Bernstein (1918-1990): 2. Sinfonie (The Age of Anxiety)
Solisten:
Raschèr Saxophone Quartet
Oliver Triendl (Klavier)
Dirigent: Michael Francis
Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr
Auf eine Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Musikformen geht es im 6. Philharmonischen Konzert. Wie die meisten der amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts verbrachte auch Aaron Copland wertvolle Lehrjahre in Europa, bemühte sich aber, das europäische Erbe in seiner Musik nicht übermächtig werden zu lassen. In seine eher schlichte, weitgehend tonale Schreibweise der 1940er Jahre band er gerne folkloristische Elemente mit ein. Die Ballettkomposition APPALACHIAN SPRING entstand als Auftragswerk für die berühmte Choreographin und Tänzerin Martha Graham. Das Werk handelt von einem Farmhaus in den Appalachian Mountains, in dem ein Frühlingsfest bzw. eine Hochzeit gefeiert wird. Die Thematik der Genügsamkeit und des stillen Glücks unterstrich Copland durch die Verarbeitung des Quäker-Liedes „Simple Gifts“, was die Popularität der Ballettmusik erheblich steigerte, die ihrem Komponisten 1945 sogar den Pulitzer-Preis für Musik einbrachte.
Das Konzert für Saxophon-Quartett und Orchester des „ungekrönten Königs der minimal music“, Philip Glass, war dagegen ein Auftragswerk für die „ungekrönten Könige des Saxophons“, das Raschèr Saxophone Quartet, das im Laufe der Jahre zahllose Komponisten zu gleichermaßen erfolgreichen wie originellen Werken angeregt hat. Streng genommen sind in Glass’ Konzert sogar vier versteckt, denn bei jedem der verschiedenen Sätze steht ein anderer der Solisten im Vordergrund. Daneben gibt es aber natürlich auch Abschnitte, in denen die Raschèrs als Solisten-Quartett brillieren dürfen.
Leonard Bernstein wählte als Vorlage für seine 2. Sinfonie Wystan H. Audens Gedicht DAS ZEITALTER DER ANGST. Erwachsen ist daraus eine Komposition für Solo-Klavier und Orchester, die mit sinfonischen Mitteln eine Art metaphysisches Welttheater schildert. Während zu Beginn vier einsame Menschen dargestellt werden, die mehr mit dem Alkohol zu kommunizieren scheinen als miteinander, verdichtet sich die Musik später in einer sich ständig weiter entwickelnden Kette von Variationen zu einem „echten“ Gespräch. Nachdem sie im Folgenden in allen erdenklichen Facetten – von romantischen Reminiszenzen über 12-Ton-Musik bis zu Jazz-Einsprengseln – versucht hat, die „Gestrandeten“ dem Abgrund zu entreißen, endet die Sinfonie doch noch mit dem, so Bernstein, „reinen Glauben“, den die vier Einsamen schließlich in den kleinen Dingen des Lebens entdecken: musikalisch ausgedeutet in einem diatonischen Trompetenmotiv, das zu einem glanzvollen Hymnus gesteigert wird.
Montag | 19. März 2012 | 20 Uhr | Kieler Schloss
Aaron Copland (1900-1990): Appalachian Spring
Philip Glass (*1937): Konzert für Saxophon-Quartett und Orchester
Leonard Bernstein (1918-1990): 2. Sinfonie (The Age of Anxiety)
Solisten:
Raschèr Saxophone Quartet
Oliver Triendl (Klavier)
Dirigent: Michael Francis
Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr
Auf eine Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Musikformen geht es im 6. Philharmonischen Konzert. Wie die meisten der amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts verbrachte auch Aaron Copland wertvolle Lehrjahre in Europa, bemühte sich aber, das europäische Erbe in seiner Musik nicht übermächtig werden zu lassen. In seine eher schlichte, weitgehend tonale Schreibweise der 1940er Jahre band er gerne folkloristische Elemente mit ein. Die Ballettkomposition APPALACHIAN SPRING entstand als Auftragswerk für die berühmte Choreographin und Tänzerin Martha Graham. Das Werk handelt von einem Farmhaus in den Appalachian Mountains, in dem ein Frühlingsfest bzw. eine Hochzeit gefeiert wird. Die Thematik der Genügsamkeit und des stillen Glücks unterstrich Copland durch die Verarbeitung des Quäker-Liedes „Simple Gifts“, was die Popularität der Ballettmusik erheblich steigerte, die ihrem Komponisten 1945 sogar den Pulitzer-Preis für Musik einbrachte.
Das Konzert für Saxophon-Quartett und Orchester des „ungekrönten Königs der minimal music“, Philip Glass, war dagegen ein Auftragswerk für die „ungekrönten Könige des Saxophons“, das Raschèr Saxophone Quartet, das im Laufe der Jahre zahllose Komponisten zu gleichermaßen erfolgreichen wie originellen Werken angeregt hat. Streng genommen sind in Glass’ Konzert sogar vier versteckt, denn bei jedem der verschiedenen Sätze steht ein anderer der Solisten im Vordergrund. Daneben gibt es aber natürlich auch Abschnitte, in denen die Raschèrs als Solisten-Quartett brillieren dürfen.
Leonard Bernstein wählte als Vorlage für seine 2. Sinfonie Wystan H. Audens Gedicht DAS ZEITALTER DER ANGST. Erwachsen ist daraus eine Komposition für Solo-Klavier und Orchester, die mit sinfonischen Mitteln eine Art metaphysisches Welttheater schildert. Während zu Beginn vier einsame Menschen dargestellt werden, die mehr mit dem Alkohol zu kommunizieren scheinen als miteinander, verdichtet sich die Musik später in einer sich ständig weiter entwickelnden Kette von Variationen zu einem „echten“ Gespräch. Nachdem sie im Folgenden in allen erdenklichen Facetten – von romantischen Reminiszenzen über 12-Ton-Musik bis zu Jazz-Einsprengseln – versucht hat, die „Gestrandeten“ dem Abgrund zu entreißen, endet die Sinfonie doch noch mit dem, so Bernstein, „reinen Glauben“, den die vier Einsamen schließlich in den kleinen Dingen des Lebens entdecken: musikalisch ausgedeutet in einem diatonischen Trompetenmotiv, das zu einem glanzvollen Hymnus gesteigert wird.
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Beachten Sie bitte, dass die Webseiten dynamisch erstellt wurden und daher die Information des QR-Codes veraltet sein könnte. Erstellungsdatum: 07. 02. 2012 um 14:39 Uhr.



